Mo–Fr 8:00–17:00 | Wir nehmen neue Mandanten an

Veröffentlicht: 15. März 2026 Autor: Anna Wiśniewska

KSeF wird ab 2026 schrittweise verbindlich für alle Firmen in Polen. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie sich vorbereiten, was die neuen Regeln bedeuten und wie Sie die Compliance sicherstellen.

KSeF-Timeline 2026: Wer muss wann mitmachen?

KSeF wird nicht auf einmal für alle eingeführt. Der Rollout erfolgt in vier Phasen basierend auf dem Umsatz:

Phase 1: Bis 31. Januar 2026 — Freiwillig

Alle Mehrwertsteuerzahler können freiwillig KSeF nutzen. Noch gibt es keine Verpflichtung.

Phase 2: 1. Februar 2026 — Große Unternehmen

Unternehmen mit Umsatz über 2 Millionen PLN pro Jahr müssen KSeF nutzen.

Phase 3: 1. April 2026 — Mittlere Unternehmen

Unternehmen mit Umsatz über 200.000 PLN pro Jahr müssen KSeF nutzen.

Phase 4: 1. Juli 2026 — Alle Unternehmen

Alle Mehrwertsteuerzahler müssen KSeF nutzen, unabhängig vom Umsatz.

Was muss ich jetzt tun?

1. Überprüfen Sie Ihre Buchhaltungssoftware

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Softwareanbieter, ob KSeF-Support vorhanden ist. Fragen Sie nach:

  • Ist KSeF integriert?
  • Ist ein Update erforderlich?
  • Welche Kosten entstehen?
  • Wann ist der Support verfügbar?

2. Besorgen Sie sich ein qualifiziertes Zertifikat

Sie benötigen ein eIDAS-Zertifikat (qualifiziertes oder fortgeschrittenes elektronisches Zertifikat) zur Signierung in KSeF. Kosten: ca. 100–300 PLN pro Jahr.

3. Planen Sie die Schulung

Schulen Sie Ihr Team rechtzeitig. Die neue Rechnungsstellung ist anders als bisher.

4. Testen Sie die Systeme

Nutzen Sie die Test-Umgebung von KSeF, um alles vor dem Live-Betrieb zu testen.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu KSeF

Kann ich weiterhin Papierrechnungen ausstellen?

Theoretisch ja, aber nur in Ausnahmefällen. Alle Rechnungen müssen elektronisch an KSeF übermittelt werden.

Was kostet die Implementierung?

Der KSeF-Zugang ist kostenlos. Kosten entstehen für: Zertifikat (100–300 PLN/Jahr), Softwareupdate (0–5000 PLN), Beratung (optional).

Was passiert bei Verstößen?

Ab 1. Januar 2027 drohen Geldstrafen von bis zu 100% der Mehrwertsteuersumme.

Müssen alte Rechnungen nachgemeldet werden?

Das hängt von den genauen Regeln ab. Erkundigen Sie sich bei den Steuerbehörden oder Ihrem Berater.

Anna Wiśniewska

Rolle: Steuerberaterin

Spezialisierung: E-Rechnungsstellung, KSeF, Mehrwertsteuer

Anna berät Unternehmen bei der Vorbereitung auf KSeF und bei der Compliance mit den neuen Anforderungen.